🧩 Die Geschichte des Tangram
Das Tangram (chinesisch 七巧板, „sieben Tafeln der Geschicklichkeit") ist ein Legespiel aus sieben Teilen: zwei großen Dreiecken, einem mittleren Dreieck, zwei kleinen Dreiecken, einem Quadrat und einem Parallelogramm. Sie entstehen durch das Zerschneiden eines Quadrats.
Ursprung in China
Wie alt das Tangram ist und wer es erfand, ist nicht bekannt. In seiner heutigen Form ist es in China erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts belegt, als dort die ersten Vorlagenbücher gedruckt wurden. Der Name „Tangram" ist wohl eine westliche Wortschöpfung (möglicherweise aus „Tang"-Dynastie und dem griechischen „gramma" für Geschriebenes).
Verbreitung im Westen
Um 1815 erreichte das „chinesische Puzzle" Europa und Amerika und löste eine regelrechte Mode aus. Im deutschsprachigen Raum verkaufte u. a. die Fabrik F. Ad. Richter (Rudolstadt) Taschenausgaben. Eine Renaissance erlebte das Spiel in den 1970ern.
Mehr als Spielerei
Hinter dem simplen Legespiel steckt Mathematik: 1942 bewiesen zwei chinesische Mathematiker, dass sich mit den sieben Teilen genau 13 konvexe Vielecke bilden lassen. Deshalb wird Tangram bis heute gern im Geometrieunterricht eingesetzt.
Quellen
- Wikipedia: „Tangram".
- ETH-Bibliothek Zürich (u. a. 13 konvexe Polygone, 1942).