🖼️ Nonogramme: Regeln & Geschichte

Lesezeit ca. 5 Min · Logikrätsel

Nonogramme sind Logikrätsel, bei denen man Felder eines Gitters einfärbt, bis ein Bild entsteht. Sie tragen viele Namen: Picross, Hanjie, Griddlers, Paint by Numbers oder „japanische Rätsel". Weil sie ohne Sprache auskommen, gelten sie als kulturunabhängig – ihre Popularität wird oft mit der von Sudoku verglichen.

Die Regeln

Am Rand jeder Zeile und Spalte stehen Zahlen. Sie geben an, wie viele zusammenhängende Felder in welcher Reihenfolge gefärbt werden. Die Folge „4 2 1" bedeutet: erst ein Block aus 4 Feldern, dann (mit mindestens einer Lücke) ein Block aus 2, dann ein einzelnes Feld. Aus dem Zusammenspiel von Zeilen- und Spaltenangaben ergibt sich eine meist eindeutige Lösung.

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Beispielhaft: Aus den Randzahlen lässt sich Feld für Feld ein Bild (hier ein Herz) erschließen.

Lösetechniken

Die Geschichte

Nonogramme entstanden Ende der 1980er-Jahre in Japan – und gleich doppelt. Die Grafikerin Non Ishida gewann einen Wettbewerb, bei dem aus beleuchteten Hochhausfenstern ein Bild entstehen sollte; das brachte sie auf die Idee, dasselbe Prinzip auf ein Gitter aus Kästchen zu übertragen. Etwa zeitgleich entwickelte der Rätselmacher Tetsuya Nishio unabhängig dieselbe Idee unter dem Namen „Oekaki Logic".

1989 zeigte Ishida ihre Rätsel dem britischen Sammler James Dalgety, der den Namen „Nonogramm" prägte – aus „Non" (ihrem Spitznamen) und „diagram". Ab Sommer 1990 druckte The Sunday Telegraph die Rätsel regelmäßig – die erste feste Veröffentlichung weltweit. Richtig populär wurde das Genre 1995, als Nintendo mit „Mario's Picross" für den Game Boy ein Videospiel daraus machte.

Quellen

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