🀄 Die Geschichte von Mahjong
Mahjong (chinesisch 麻雀, „Sperlingsspiel") ist trotz seines altehrwürdigen Rufs ein recht modernes Spiel.
Ursprung im China des 19. Jahrhunderts
Der genaue Ursprung ist nicht dokumentiert, doch Spielforscher sind sich weitgehend einig: Mahjong entstand Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts in China, in der Region um Shanghai, während der Qing-Dynastie. Gespielt wird es zu viert mit meist 144 Steinen in drei Farben (Bambus, Kreise, Zeichen) sowie Wind- und Drachensteinen.
Der Weg in den Westen
In den 1920er-Jahren brachte der amerikanische Geschäftsmann Joseph Park Babcock, der in China lebte, eine vereinfachte Version in die USA. Er ließ den Namen „Mah-Jongg" als Marke schützen und schrieb ein populäres Regelbuch. In den USA brach eine regelrechte „Mah-Jongg-Manie" aus.
Nicht zu verwechseln: Mahjong-Solitaire
Das am Computer beliebte Mahjong-Solitaire ist etwas anderes als das klassische Spiel zu viert: Hier räumt eine Person einen Stapel ab, indem sie passende Paare freiliegender Steine entfernt. Bekannt wurde es durch „Shanghai" (Activision, 1986). Es nutzt zwar die Mahjong-Steine, ähnelt aber eher einer Patience.
Quellen
- Wikipedia: „Mah-Jongg".
- MahjongFun, Ludomax, Stressforschung.ch: zur Datierung (19. Jh., Qing-Dynastie) und zu Babcock.
- Zu „Shanghai" (Activision, 1986): MahjongFun.